Nie ohne Sonnenschutz - dieses Motto gilt auch für alle sportlichen Aktivitäten auf und im Wasser. Denn gerade hier ist die Gefahr von Hautschädigungen durch intensive Sonneneinstrahlung besonders groß. Darauf weisen die Hautexperten von gesetzlicher Unfall- und Krankenversicherung im Rahmen der Präventionskampagne "Deine Haut. Die wichtigsten 2m² deines Lebens" hin.
Mit der Sommer- und Ferienzeit hat auch der Wassersport Hochsaison. Doch während viele Strandurlauber ihre Haut inzwischen vor zu viel Sonne abschirmen, wird die Haut beim Segeln, Surfen, Wasserski, Wellenreiten oder Rudern den schädigenden UV-Strahlen zumeist über längere Zeit und nur unzureichend geschützt ausgesetzt. Von der Wasseroberfläche wird jedoch ähnlich wie bei Schnee oder hellem Sand die Sonnenstrahlung reflektiert und dadurch intensiviert.
Sonnenschutz im Job ist Pflicht
Dr.-Ing. Friedrich Füngerlings, Leiter des Referates Binnenschifffahrt der Berufgenossenschaft für Fahrzeughaltungen sagt: "Alle Empfehlungen gelten nicht nur für Freizeitsportler, sondern ganz besonders auch für alle Personen, die beruflich bedingt mit Sonne und Wasser zu tun haben - wie etwa Binnenschiffer, Segellehrer oder auch Wasserbauer. Hier heißt es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Um Hautverbrennungen zu vermeiden, müssen Sonnenschutzmittel bereitgestellt und auch benutzt werden."
Für Arbeitnehmer gilt außerdem: Freier Oberkörper und kurze Hose bei der Arbeit sind "out". Orientieren sollte man sich vielmehr am australischen Trend und der heißt: Möglichst vollständige Körper- und Kopfbedeckung, am besten UV-undurchlässig. "Wer länger im Freien arbeitet, sollte wenn möglich mit Wetterschutz arbeiten, also mit einem Schatten spendenden Sonnensegel, einer Abdeckplane oder auch einem Sonnenschirm", so Füngerlings. Vorsicht auch bei Arbeiten wie etwa dem Anstreichen von Schiffen: Die glänzenden Farbflächen verstärken nicht nur die Gefahr eines Sonnenbrands auf ungeschützten Körperstellen, sondern können auch zu "Schneeblindheit" führen.
"Zudem ist eine geeignete Sonnenbrille mit entsprechender Schutzwirkung gegen UVA- und UVB-Strahlung gerade am und auf dem Wasser ein Muss", ergänzt Füngerlings. Die akuten Folgen einer zu starken Sonnenbestrahlung können neben Hautverbrennungen auch eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder Hornhautentzündung (Photokeratitis) des Auges sein. Chronische Folgen sind Linsentrübungen (Katarakt, "Grauer Star"), degenerative Veränderungen der Hornhaut (z.B. Pterygium) sowie irreversible Schädigungen der Netzhaut (z.B. Makuladegeneration).
Die Präventionskampagne Haut
Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von gesetzlicher Kranken- und Unfallversicherung. Insgesamt werben rund 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger unter dem Motto "Deine Haut. Die wichtigsten 2m² Deines Lebens." dafür, das größte Organ des Menschen zu schützen. Das Ziel der Kampagne lautet: "Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!"
Weitere Informationen zur Präventionskampagne: www.2m2-haut.de
